Der Tod ist auch keine Lösung
März 22nd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Das Schattenreich von Troy
Zunächst die schlechte Nachricht: Wer sich mit der seit 1994 von Scotch Arleston und Didier Tarquin beständig erweiterten Fantasy-Welt des Troy-Universums vertraut machen möchte, sieht sich mit einem gewaltigen Output konfrontiert. Zu den quantitativ opulentesten Hauptserien „Lanfeust von Troy“ und „Troll von Troy“ zählen allein in deutscher Übersetzung noch über ein halbes Dutzend Spin-Offs (erschienen bei Carlsen und Splitter), die Nebenschauplätze und einzelne Figuren fokussieren.
mehr: Der Tagesspiegel
Rückblick 2011
Februar 6th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Der Kritiker-Poll der filmgazette …
… wurde nun veröffentlicht.
Die Lage in Togo
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Judith Vanistendaels Comic “Kafka für Afrikaner”
Zweimal weicht die belgische Comiczeichnerin und -autorin Judith Vanistendael in ihrem Debüt “Kafka für Afrikaner” vom sonst dominierenden Reihenschema der Panels ab und lässt Szenen und Bewegungen ganzseitig ineinanderfließen. Auf dem einen Bild liegt Abou, ein politischer Flüchtling aus Togo, schlafend am unteren Rand auf einer Matratze, neben sich eine qualmende Zigarette, deren Rauch den Rest des Bildes füllt und seine Albträume visualisiert, schwarzweiß, schmutzig schraffiert, ein wenig expressionistisch: Man sieht einen nackten Mann, der sich vor den Stiefeln eines Soldaten ängstlich zusammenkauert, einen Hubschrauber, aus dem eine grotesk gekrümmte Gestalt ins Meer geworfen wird, und eine Gruppe Demonstrierender, die wütend eine Reihe martialisch ausgestatteter Polizisten anschreit.
mehr: taz
Flaschenpost aus Hollywood
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Bertolt Brechts und Fritz Langs “Auch Henker sterben”
“Not the End” verheißt die Texttafel am Schluss des Films und wenn man so will, muss man diesen kurzen Verweis auf eine Realität außerhalb der Kinoleinwand bereits als brechtschen Anteil in diesem Fritz-Lang-Film identifizieren, als Verfremdungseffekt mit didaktischem Furor.
mehr: filmgazette
Days of the Dead
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Vorträge
Im Mai 2011 fand der dreitägige Kongress Die Untoten – Life Sciences & Pulp Fiction statt. Ich muss gar nicht weiter erwähnen, welch illustre Schar an interessanten Stimmen man dort versammelte. Denn: Schließlich wurde jüngst ein Videoarchiv online gestellt, mit dem sich einige lehrreiche Stunden verbringen lassen.
Ausblick
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Comicempfehlungen für das erste Halbjahr 2012
… wurden auf satt.org gesammelt.
Ehrgeizig gescheitert
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Craig Thompsons “Habibi”
Opulenz lautet das Stichwort, mit dem künftig die Arbeit von Craig Thompson verbunden sein wird. 2003 begann sein Durchbruch. Da erschien seine fast 600 Seiten schwere Comicerzählung »Blankets« (auf Deutsch lieferbar bei Carlsen), eine autobiographische, recht religionsskeptische Liebes- und Coming-of-Age-Geschichte, in der Thompson seine erste großen Liebe schildert – dank seiner christlich-fundamentalistischen Familie eine schwere Bürde.
mehr: satt.org
Erstveröffentlichung: KONKRET 11/2011
Rückblick
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Lieblingscomics 2011
Von Klaus Schikowski, Thomas Vorwerk, Gerd Ruprecht, Nana Wallraff, Felix Giesa und mir, gelistet in wahlloser Reihenfolge auf satt.org.
Auge in Auge mit Tintoretto
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Nicolas Mahler adaptiert Thomas Bernhard
Es ist nur auf den ersten Blick ein Kontrast, wenn Nicolas Mahler – seines Zeichens Wiener Comiczeichner und Cartoonist, Meister der bildpoetischen Reduktion – Thomas Bernhards wortgewaltigen, als “Komödie” apostrophierten Roman “Alte Meister” als Comic adaptiert. In Bernhards Werken führen konzentriertes Abschweifen und Wiederholen zu einer Flut aus Stänkerei, Verzweiflung und Abscheu – verbunden mit der existenziellen Einsicht, dass nur die Negation des Wortes den gesellschaftlichen Zumutungen standhält.
mehr: taz
Eissturm im Vampirnest
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Matt Reeves “Let Me In”
“Do you know where your children are?”, fragt vielleicht etwas zu aufdringlich die TV-Texttafel die schlafende Mutter auf der Couch. Wo sollte ihr 12jähriger Sohn Owen schon sein? In diesem farblosen Ort Los Alamos in New Mexico, dessen Tristesse der andauernde Schneematsch allenfalls akzentuieren, jedenfalls nicht weiter verschlimmern kann, sitzt er regelmäßig allein in einem schäbigen Hinterhof auf einem nicht minder schäbigen Klettergerüst und lernt, dass die Welt zum Fürchten ist.
mehr: filmgazette
Vergangenheitsbewältigung
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Jeff Lemires “Essex County: Geistergeschichten”
»Wissen sie, ich sage immer, es gibt nur zwei Arten, um in dieser Welt völlig alleine zu sein … verloren in der Menge … oder in totaler Isolation.« Wenn uns Lou Lebeuf am Ende seiner Lebensgeschichte diese Maxime offenbart, hat er bereits vergessen, dass er sie nicht zum ersten Mal erzählt. Lou ist das ältere und lebensüberdrüssige Pendant zu Lester, dem kleinen Jungen aus Jeff Lemires erstem Band der Essex County-Trilogie »Geschichten vom Land«, der sich mittels andauernder Superheldenfantasien ein familiäres Trauma – seine Eltern starben bei einem Autounfall – vom Leib hält.
mehr: satt.org
Händewaschen nicht vergessen!
Februar 3rd, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Steven Soderberghs “Contagion”
Es ist schon eine schwer desolate Welt, die Regisseur Steven Soderbergh (in diesem Fall eigenhändig) mit der Kamera zeichnet: Bricht in Hongkong ein Mensch in der Straßenbahn zusammen, zücken die Beifahrer ihr Handy für Fotoaufnahmen; erfährt ein Ehemann (Matt Damon) im Krankenhaus von Minneapolis vom unerklärlichen Tod seiner Frau (Gwyneth Paltrow), mit der er kurz zuvor noch sprechen konnte, legt ihm der Arzt die Seelsorge nahe und ist nach einer Minute bereits wieder verschwunden.
mehr: filmgazette