Zwischen Schönheit und Groteske

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Tideland

Terry Gilliams Figuren sind Meister der Verdrängung. Ob gepeinigt von Schuld, diffusen Selbstsinnsuchen oder unwirtlichen Realitäten sind sie doch meist gezwungen, ihr Heil in der Fantasie zu finden. Wenn der duckmäuserische Angestellte Sam Lowry in Brazil sein Glück erträumen muß, um den Repressalien eines totalitären Staates zu entfliehen und seine vermeintliche Bestimmung zu finden, die letztlich gar keine ist, oder Baron Münchhausen im »Zeitalter der Aufklärung« unter Bombenhagel, seiner zutiefst realen Kehrseite, vor einem verängstigten Publikum all seine Lügengeschichten zum Besten gibt, dann reiht sich das junge Mädchen Jeliza-Rose, die Hauptfigur aus Tideland, mit ihrem unumstürzbaren Willen zur Weltflucht in diese Phalanx der Gilliamschen Träumer nahtlos ein.

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