Leere Wünsche, zementiertes Leid

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Comiczeichner Daniel Clowes

»Gleichwohl Whitey als Kind Anlass zu großen Hoffnungen gab, deutet die geringe Anteilnahme darauf hin, dass er es nicht weit gebracht hat im Leben.« Dies sind nicht die zynischen Worte eines rührlosen Chefs nach dem Kündigungsverdikt; es ist das Resümee einer Grabrede in Daniel Clowes Comicerzählung »David Boring«. Lakonie und Teilnahmslosigkeit sind symptomatisch für den 1961 in Chicago geborenen Künstler. Depressionen, Introvertiertheit und Narzissmus bestücken die Koordinatensysteme seiner Figuren. Bei Clowes gibt es selten Anlass zu Freude (auf den 116 Seiten von »David Boring« findet man nicht ein einziges fröhliches Gesicht), aber viele Gründe für Missmut.

mehr: KONKRET 02/2011

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