Schlechte Medizin

13. Juli 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Gipis Graphic Novel MSGL

Autobiographische Graphic Novels erschienen in den letzten Jahren zuhauf: über die erste Liebe, das elende Aufwachsen auf dem Dorf, die Zeit an der Kunsthochschule, die Flucht in eine Punkerjugend, über tote Väter, lebende Mütter, Kreativitätskrisen, Pornosüchte oder Vorzüge der Prostitution. Der italienische Zeichner Gipi, bereits 2006 mit dem Comic-Oscar („Bestes Album“) auf dem Comicfestival Angoulême für seine beeindruckend aquarellierten „Aufzeichnungen für eine Kriegsgeschichte“ ausgezeichnet, erforscht mit seinem Beitrag „MSGL – Mein schlecht gezeichnetes Leben“ also nicht unbedingt Neuland.

mehr: getidan.de

Traumadeutung

8. Juli 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Über Nina Bunjevacs Graphic Novel Vaterland

Eigentlich ein recht alltägliches Szenario: Ein verheiratetes Paar trennt sich, die Frau sucht sich schleunigst eine neue Bleibe und nimmt die Kinder mit. Der Mann zeigt sich reumütig, sucht sie regelmäßig auf, kauft, wahrscheinlich zum ersten Mal, Blumen, wähnt sich geläutert. Ein neuer Versuch wird gewagt und schon nach wenigen Tagen ist die einstige familiäre Tristesse wieder zurück, schlimmer als zuvor. Das wäre weder außergewöhnlich noch sonderlich erwähnenswert, ahnte man als Leser/in nicht bereits, dass das Verhältnis von weitaus Schlimmerem als nur gegenseitiger Entfremdung beherrscht ist.

mehr: getidan.de

Konkret 5/2015

23. April 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Traumadeutung

Über Nina Bunjevacs Graphic Novel Vaterland.

mehr: Konkret

junge Welt: Beilage Literatur

12. März 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Bären, Kinderzimmer und der Monopoly-Kapitalismus

Die heutige Ausgabe der jungen Welt erscheint mit einer Literaturbeilage und einigen Comictexten von mir, u.a. zu „MSGL“ und „Das Überleben der Spezies“.

mehr: junge Welt

Konkret 8/2014

25. Juli 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

„Mutter komplex“ und „Dunkle Seiten“

Zwei Texte in der aktuellen Konkret: zu Alison Bechdels Wer ist hier die Mutter? und Loïc Dauvillier.

Parodien in Weiß

9. September 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Jonas Engelmanns Buch über Gesellschaftsbilder im Independent-Comic

Der deutschsprachige Comicmarkt schwingt sich in punkto Vielfalt seit einigen Jahren zu neuen Höhen auf, aber für Publikationen einer begleitenden Comictheorie gilt das nur bedingt. Der jährliche Ausstoß an Readern, Monographien, historischen Grundlagewerken oder analytischen Einführungen geht über den zweistelligen Bereich nicht hinaus. Jonas Engelmann, Literaturwissenschaftler, Kulturjournalist und Mitinhaber des Ventil Verlags, hat nun seine Doktorarbeit über »Gesellschaftsbilder im Independent-Comic« veröffentlicht, und diese – Achtung: kontrafaktische Spielerei! – zählte wohl auch dann noch zum Besten, wenn die hiesige Comicforschung so viele Publizisten hervorbringen würde wie die Wirtschaftswissenschaften Kapitalismusapologeten.

mehr: junge Welt

Welt aus Widersprüchen

4. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Chester Browns „Ich bezahle für Sex“

In den frühen 90er Jahren bezeichnete das amerikanische Comicfachmagazin Comics Journal das damals vermehrt auftretende Phänomen der autobiographischen Introspektion im nordamerikanischen Independent-Comic als New Comics. Erzählerisch fokussierte dieses Label den quantitativ wie qualitativ breit gefächerter Nachklapp zu den ebenfalls thematisch äußerst variablen 60er und 70er Jahre Pionieren Robert Crumb, Art Spiegelman oder Harvey Pekar, zu dem heute weitgehend arrivierte Zeichnerinnen und Zeichner wie Julie Doucet, Mary Fleener, Adrian Tomine, Seth, Joe Matt und Chester Brown zählen.

mehr: Pony #72 (ab Seite 4)

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort Autobiographische Comics auf Sven Jachmann.