Back to the Roots

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Mladen Djordjevics „Leben und Tod einer Pornobande“

Wenn die Grenzüberschreitung zum ökonomischen Maßstab wird, schlägt auch ihre Ästhetisierung ins Gegenteil um. Das ist eine der Lehren, die die Protagonisten dieses serbischen Films grausam am eigenen Leib erfahren müssen – und die sie schließlich notgedrungen selbst reproduzieren.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2011

Die Tat und ihr Nachhall

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Agusti Villarongas „Im Glaskäfig“

Am Anfang sehen wir die Detailaufnahme eines Auges. Das Zwinkern der Augenlider ist unterlegt mit den Blitzgeräuschen einer Kamera. Im Gegenschuss sehen wir das Auge der Kamera selbst, das die Bilder eines geschundenen, fast leblosen Körpers erfasst. Ein Täter dokumentiert sein Werk und frönt gleichermaßen seiner Passion: Er fragmentiert und entindividualisiert sein mit den Händen an der Decke gefesseltes Opfer, bevor er es schließlich erschlägt. Schuss, Gegenschuss. Körper, Extremitäten. Schnitt zur subjektiven Kamera: Beobachten und Beobachtetwerden.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: KONKRET 07/2009

Aufgebrauchtes Humanmaterial im Stahlgewitter

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Stuart Coopers „Overlord“

Im Kriegsfilm wird das Leid entweder pathetisch, also schicksalhaft, oder melodramatisch, einem übergeordneten Sinn folgend, arrangiert. Bei letzterem neigen die Rezipienten voreilig dazu, dass Genre mit einem Anti- zu klassifizieren. Das dazugehörige Schema hat sich bereits frühzeitig im Hollywoodkino etabliert: Ein politisch meist naiver Mensch wird seiner gewohnten Umgebung entrissen, erfährt beim Militär eine Initiation, wird auf dem Schlachtfeld seiner finalen Prüfung unterzogen und kehrt geläutert wie gereift in seine alte Heimat zurück – sofern er den Kampfschauplatz lebend verlässt.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2010

Kindlicher Terror

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Narciso Ibáñez Serradors „Ein Kind zu töten …“

Es ist nicht so einfach mit Serrados hierzulande seit 1984 durch eine Indizierung von der Öffentlichkeit ausgeschlossenem Terrorfilm: Die im Booklet angeführten Antragsbegründungen sind zu irrwitzig, als dass man den Verantwortlichen auch nur einen Hauch Medienkompetenz zusprechen möchte.

mehr: Filmzentrale
Erstveröffentlichung: kino-zeit.de

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