Leere Wünsche, zementiertes Leid

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Comiczeichner Daniel Clowes

»Gleichwohl Whitey als Kind Anlass zu großen Hoffnungen gab, deutet die geringe Anteilnahme darauf hin, dass er es nicht weit gebracht hat im Leben.« Dies sind nicht die zynischen Worte eines rührlosen Chefs nach dem Kündigungsverdikt; es ist das Resümee einer Grabrede in Daniel Clowes Comicerzählung »David Boring«. Lakonie und Teilnahmslosigkeit sind symptomatisch für den 1961 in Chicago geborenen Künstler. Depressionen, Introvertiertheit und Narzissmus bestücken die Koordinatensysteme seiner Figuren. Bei Clowes gibt es selten Anlass zu Freude (auf den 116 Seiten von »David Boring« findet man nicht ein einziges fröhliches Gesicht), aber viele Gründe für Missmut.

mehr: KONKRET 02/2011

Zerrbild des reaktionären Bürgertums

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Mit Blutch im Pariser Kunstmilieu der 30er Jahre

Blotch ist der selbst ernannte Liebhaber alles Schönen. Aber eigentlich ist er bloß das karikaturesk nicht sonderlich verfremdete Zerrbild des reaktionären Bürgertums. Blotch ist auch der selbst ernannte Rubens der Neuzeit. Aber eigentlich ist er das Alter Ego seines Schöpfers Christian Hincker, besser bekannt als Blutch, nach Angoulême zuletzt beim Fumetto Comic Festival gefeierter Comicautor und Erzähltausendsassa aus Frankreich.

mehr: taz

Melancholische Sammlerwut

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Seths fiktives Portrait eines außergewöhnlichen Comicsammlers

Es gibt in Pixars Animationsfilm „Ratatouille“ die berühmte Szene, in der der gefürchtete Restaurantkritiker Anton Ego skeptisch vom ihm dargebotenen Mahl kostet und mit dem ersten Biss schlagartig in seine Kindheit an Mutters Küchentisch zurückversetzt wird.

mehr: satt.org

Kringel des Lebens, Kringel des Todes

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Art Spiegelmans Selbstporträt „Breakdowns“

In den 1970er Jahren, an deren Ende Spiegelmans damaliges Werkkompendium erstmals erschien, war die Welt natürlich nicht in Ordnung. Allenfalls die Comicproduktion gestaltete sich, vor allem im amerikanischen Raum, überschaubarer. In Frankreich war der Comic als opulente Buchausgabe längst etabliert, und auch Formexperimente in Magazinen wie „Pilote“ und später vor allem in „Métal Hurlant“ und „À Suivre“ loteten die vermeintlichen Grenzen der Gattung redlich aus.

mehr: Der Tagesspiegel

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort Comicstrip auf Sven Jachmann.