Ekstatische Körper

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Darren Aronofskys „The Wrestler“

Darren Aronofsky ist ein Chronist des Untergangs. Und der (verborgenen) Süchte. Die Sucht wissen zu wollen, was die Welt zusammenhält oder ins Chaos stürzen wird, treibt den Mathematiker aus PI in die Paranoia, jene nach Glück, ein wenig Anerkennung und Unabhängigkeit mündet für die Protagonisten aus Requiem for a Dream in Abhängigkeit und Wahnsinn, dem unumkehrbaren Endpunkt.

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The Big Bang

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Christian de Chalonges „Malevil“

Die atomare Vernichtung braucht keine Bilder der Zerstörung, auch keine insgeheime Koketterie mit der unbändigen Kraft der totalen Vernichtung: Wenn sich im beschaulichen Naturidyll des französischen Dorfes Malevil urplötzlich die Detonation ereignet, befinden sich die sieben Protagonisten im Weinkeller des Bürgermeisters.

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Über das Verkleckern eigenen Matsches

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein Dokumentarfilm über Die Goldenen Zitronen

Grob gesagt läßt sich die Bandgeschichte der Goldenen Zitronen in zwei Phasen unterteilen: die Zeit vor und jene nach dem Mauerfall. Als Punk im Punk, als subkulturinternes Spiel mit Codes und Regeln einer starren Szene, die sich in den 1980ern entweder im plakativen Deutschpunk oder dem asketischen Straight Edge-Hardcore verfestigten, war ihr Auftreten zunächst auf die Irritation dieser mißverstandenen Doktrin einer Selbstverwirklichung im Elend gerichtet.

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Erstveröffentlichung: Testcard #18

Welt ohne Hoffnung

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Gemeinschaftsproduktion „The Signal“

Die Apokalypse im zeitgenössischen Kino verwischt zunehmend die Demarkationslinien zwischen den Bedrohungen: An Ursachenerklärungen besteht ohnehin immer weniger Bedarf, und von wem eigentlich die größere Gefahr ausgeht – dem Machtapparat, den sich meist wahllos formierenden Gruppen Überlebender oder den Infizierten selbst – wird beim Ausbruch des Chaos immer unübersichtlicher.

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Urbane Außenseiterinnen

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Amos Kolleks „Fiona“ und „Bridget“

Im Gegensatz zum aspetischen Leben in Sex and the City oder der poetischen Inspirationskraft in Manhattan bietet das New York Amos Kolleks seinen Figuren nichts außer Verfall und wachsendem Elend. In seiner Trilogie der Einsamkeit (zu der noch der Aufhänger Sue zählt) ist es stets Ausnahme-Darstellerin Anna Thomson, die das Martyrium der urbanen Hölle durchwandern muss.

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Einführung ins Werk Buñuels

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Deutsche Kinemathek (Hrsg.): Luis Buñuel

Die Retrospektive der Berlinale 2008 war Luis Buñuel gewidmet, und wie zuvor erscheint der dazugehörige Katalog bei Bertz + Fischer. Die Kaprizierung auf die Autorenschaft sollte da angesichts des Anlasses nicht weiter verwundern und fällt auch nicht wirklich negativ ins Gewicht.

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Die Artisten in der Zirkuskuppel: prätentiös

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bye Bye Blackbird

Einsam ist der Akrobat oben unter der Kuppel. Vogelgleich sprengt er fast die Naturgesetze und ist in seiner Freiheit doch eingeschränkt. Deshalb verschwinden Alice und Josef, die beiden Hauptfiguren im Debüt des Fotographen Robinson Savary, während einer Vorstellung auch schon mal auf das Dach des Zeltes, um einen kurzen Blick auf das nächtliche Paris an der Schwelle zum 20. Jahrhundert zu erhaschen.

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Wo bin ich?

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