Flaschenpost aus Hollywood

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bertolt Brechts und Fritz Langs „Auch Henker sterben“

„Not the End“ verheißt die Texttafel am Schluss des Films und wenn man so will, muss man diesen kurzen Verweis auf eine Realität außerhalb der Kinoleinwand bereits als brechtschen Anteil in diesem Fritz-Lang-Film identifizieren, als Verfremdungseffekt mit didaktischem Furor.

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Horrorbürokraten

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Zensurfall „Texas Chainsaw Massacre“

Der filmhistorisch längst kanonisierte, in Deutschland aber bislang verbotene Klassiker „Texas Chainsaw Massacre“ wurde in erster Instanz von seinem Schmuddelimage befreit.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 11/2011

Anomie im Dschungel

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“

Wo Stars und Prunk produziert werden, fällt der Wahnsinn schnell als Nebenprodukt ab. Kenneth Anger blickt in „Hollywood Babylon“ so lange durch den Glamour der Suberzählungen hinter den Kameras, bis die klassische Ära der Studiofilme nur noch Intrigen, Drogensucht, Mordversuche, Vergewaltigung und Tod abwirft. Peter Biskind füllt in „Easy Riders, Raging Bulls“ fast 800 Seiten, um mit dem Geniekult, dem die Regisseure wie Produzenten des New Hollywood erlegen waren, abzurechnen und weiß irgendwann selbst nicht mehr, ob er nun Guerillakämpfer oder ein stilistisch talentierteres Boulevardgroßmaul sein will.

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The Big Bang

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Christian de Chalonges „Malevil“

Die atomare Vernichtung braucht keine Bilder der Zerstörung, auch keine insgeheime Koketterie mit der unbändigen Kraft der totalen Vernichtung: Wenn sich im beschaulichen Naturidyll des französischen Dorfes Malevil urplötzlich die Detonation ereignet, befinden sich die sieben Protagonisten im Weinkeller des Bürgermeisters.

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Gefangen in der Starre

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Der Eissturm

Als das diffuse Aufbegehren der 68er in den bürgerlichen Wohnzimmern der 70er Jahre langsam dahin dämmerte, sahen deren Einrichtungen zwar geschmackvoller aus, aber die Befindlichkeiten ihrer Insassen darbten elendig. Häusliches Glück gegen gesellschaftlichen Druck zu tauschen, innerfamiliäre Solidarität als Schutzwall gegen ökonomische Zurichtung zu zelebrieren, den politischen Kampf im Privaten fortzusetzen, Intimität als Versprechen des Begehrens zu kultivieren, also die einst mit Hoffnung aufgeladenen Bausteine, mit deren Hilfe schließlich das zynische 80er Jahre Gebilde errichtet werden sollte, nichts davon sind die Figuren in Lees Ensemble-Film in der Lage zu erfüllen.

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Mein Haus, meine Frau, meine Schrotflinte

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Lange indiziert, nun als DVD wieder veröffentlicht: Sam Peckinpahs »Straw Dogs« zeigt die gewalttätige Seite der Vernunft.

Dies ist mein Haus!« schreit David Sumner (Dustin Hoffman). »Gewalttaten in diesem Haus lasse ich nicht zu«, ruft er den aggressiven und betrunkenen Gestalten entgegen, die sein Anwesen belagern, um den des Mordes verdächtigen Henry Niles (David Warner) zu lynchen. David gewährt ihm Unterschlupf. Wenige Minuten später bringt der Hausherr selbst die Gewalt in sein Heim. David schlägt seiner Frau Amy (Susan George) ins Gesicht und weckt so unwissentlich Assoziationen an die Vergewaltigung, die ihr von zwei der fünf draußen tobenden Männer angetan wurde. Keiner der fünf Belagerer verlässt den Schauplatz lebend.

mehr: Jungle World

Langfassung: Schnitt

Wo bin ich?

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