Kapitalismuskritik und sprechende Pferdearschlöcher

8. Juli 2015 § Ein Kommentar

Über den Sachcomic Das Überleben der Spezies

Mit der Diversifizierung des Comic-Marktes entwickelt sich auch das Themenspektrum in die Breite. Vielleicht erleben Sachcomics deswegen derzeit einen kleinen Boom. Ältere Linke mögen sich daran erinnern, dass der Rowohlt Verlag schon Ende der 1970er Jahre eine ganze Flut an Comiceinsteigerfibeln auf den Markt schmiss (Marx, Lenin, Freud, Mao, Trotzki etc. für Anfänger). Ein ästhetisch recht zweifelhaftes Lesevergnügen, das heute mit ähnlicher Konzeption (von Adorno bis Foucault) vom Wilhelm Fink Verlag fortgeführt wird. Wirklich eigensinnige Versuche wie Scott McClouds kanonisierter Meta-Comic Comics richtig lesen, immerhin bereits 1993 erschienen, bleiben Ausnahmeerscheinungen.

mehr: getidan.de

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junge Welt: Beilage Literatur

12. März 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Bären, Kinderzimmer und der Monopoly-Kapitalismus

Die heutige Ausgabe der jungen Welt erscheint mit einer Literaturbeilage und einigen Comictexten von mir, u.a. zu „MSGL“ und „Das Überleben der Spezies“.

mehr: junge Welt

Was man alles nicht darf

8. November 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Jan Distelmeyer – Das flexible Kino

Als die DVD vor 15 Jahren das Licht der Welt erblickte, wurde ihr gigantischer Siegeszug seitens der Industrie mit dem Slogan It′s more than just a movie flankiert. Ein Motto, das uns gemeinen Filmnerds bereits augenscheinlich einleuchtete: Zu gewaltig war der Schritt von der klobigen und ungemein verschleißanfälligen VHS-Kassette zur digitalen Simulation eines mehr oder minder verlustfrei für die Ewigkeit konservierten Kinofilms. Einen Kampf um die Rückbesinnung auf die unleugbaren Vorzüge eines nie vollends verdrängten Vorgängermediums, Stichwort Vinylplatte vs. CD, dürfte für das Videoband jedenfalls niemand mehr ausfechten wollen.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: junge Welt, 07.11.2012

Ehrgeizig gescheitert

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Craig Thompsons „Habibi“

Opulenz lautet das Stichwort, mit dem künftig die Arbeit von Craig Thompson verbunden sein wird. 2003 begann sein Durchbruch. Da erschien seine fast 600 Seiten schwere Comicerzählung »Blankets« (auf Deutsch lieferbar bei Carlsen), eine autobiographische, recht religionsskeptische Liebes- und Coming-of-Age-Geschichte, in der Thompson seine erste großen Liebe schildert – dank seiner christlich-fundamentalistischen Familie eine schwere Bürde.

mehr: satt.org
Erstveröffentlichung: KONKRET 11/2011

Wo bin ich?

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