Auf der Suche nach dem Sinn des Todes

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Felix Mertikats und Benjamin Schreuders Comicdebüt „Jakob“

Der Tod ist die Antithese jeden Sinns, die katastrophale und niemals zu bändigende Krise, der sich jede Kultur und jeder Verstand verweigern muss, um sich überlebensfähig zu wähnen. Wohl deswegen trifft er als stillschweigend akzeptierter Popanz so oft auf eine weitere Imago, die das Leben rührend und tückisch zugleich in einen glücklichen Wahnsinn überführt: die Liebe. Nötigt das eine zum andachtsvollen Schweigen, können wir von dem anderen gar nicht genug erzählen, gleich so, als solle die Plapperei das Wissen um ihr unausweichliches Ende übertönen, wohingegen der Tod bereits in den Worten das ist, was er final bedeutet: ewige Abwesenheit.

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Pessimismus statt Dystopie

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Robert Vendittis „The Surrogates“

Was zunächst an dieser Dystopie, die gleichzeitig Noir-Thriller ist, besonders fesselt, ist die grundsätzliche Idee: Im Jahre 2054 haben die Menschen den Willen Subjekt zu werden, endgültig ad acta gelegt und begegnen sich fast ausnahmslos in Gestalt von Maschinen, die vollkommen menschlich aussehen und von ihren Besitzern bequem, vor allem aber gefahrenlos von zuhause aus gelenkt werden können – so genannte Surrogate.

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Dialektik der Macht

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Claude Lanzmanns „Tsahal“

Der Panzer als Leitmotiv: Er wird über Straßen und durch Wüsten manövriert, die Bilder zeigen seine Fabrikation, einem jungen Soldat ist er sein fünf Jahre bewohntes Zuhause und ein General, dessen Eltern vergast wurden, fühlte sich in ihm gar wiedergeboren.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 11/2009

Geschichtsbilder

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Fritz Langs „M“ als Comicadaption von Jon J. Muth

Fritz Langs Meisterwerk M verweist auf eine Gesellschaft, die sich im Spannungsfeld ihrer Auflösung und regressiven Neuformierung befindet. Nicht nur ist es die Schnittstelle für Langs Abkehr von der bildgewaltigen Stilisierung der Kolportage und des Phantastischen, skizziert es den Niedergang der Weimarer Filmindustrie, bildet es den Idealtypus des Kriminalfilms, der sein Subjekt verloren hat – es ist auch ein beindruckendes Zeitdokument einer Nation, die sich bald für die vollendete Barbarei entscheiden wird.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2009

Kindlicher Terror

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Narciso Ibáñez Serradors „Ein Kind zu töten …“

Es ist nicht so einfach mit Serrados hierzulande seit 1984 durch eine Indizierung von der Öffentlichkeit ausgeschlossenem Terrorfilm: Die im Booklet angeführten Antragsbegründungen sind zu irrwitzig, als dass man den Verantwortlichen auch nur einen Hauch Medienkompetenz zusprechen möchte.

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Erstveröffentlichung: kino-zeit.de

Perspektiven des Begreifens

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wort und Fleisch. Kino zwischen Text und Körper

Kino: das ist die somatische Wucht, die unsere Körper affektiv ergreift, wenn die auslösenden Impulse der Bilder den Zuschauer in Beschlag nehmen. Gleichzeitig beginnt die Geschichte des Kinos mit dem Text: der Texttafel, dem Vorspann, dem grundierenden Drehbuch.

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Liebe & Tod – revisited

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Jörg Buttgereit (Hrsg.): Nekromantik

Deutsche Splatterfilme an der Schwelle zu den 90er Jahren: es gab Andreas Schnaas, Olaf Ittenbach, Andreas Bethmann und Konsorten. Ihre Werke waren ungelenke Studien der Rezeption ihrer hierzulande verfemten meist italienischen Vorbilder: ein Fragment von Handlung liefert den Anlass zum Splattern ohne Anspruch, will heißen: Erzähl- oder Schauspielbefähigung hatten hinter dem Effektfetisch auf ihre Einschulung zu warten.

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Erstveröffentlichung: Testcard #18

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