Konkret 9/2015

27. August 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Buch des Monats

Über Manu Larcenets fiebrigen Serienkiller-Monolith Blast.

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Welpenschutz unter der Käseglocke

17. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Ulrich Seidls „Paradies“-Finale

In den ersten beiden „Paradies“-Filmen leben die zwei weiblichen Hauptfiguren in der Hölle auf Erden – und schmeißen kräftig Brennholz nach. Dritte weibliche Figur in Seidls Trilogie der Christlichen Tugenden ist nun die dreizehnjährige Melanie (Melanie Lenz), Tochter der Sextouristin aus „Paradies: Lust“ und Nichte der Radikalmissionarin aus „Paradies: Glaube“. Für das Leid, das ihr bevorstehen wird, trifft sie nicht die geringste Schuld – was sie auch zugleich von ihren Trilogie-Vorgängerinnen am stärksten unterscheidet. Bislang ist Melanie nur Opfer des gesellschaftlichen Blicks auf ihren leicht übergewichtigen Körper. Um Opfer und Täterin zu werden und sich, so ausbuchstabiert, in die Phalanx schmerzhaft ambivalenter Seidl-Charaktere einzureihen, fehlen ihr womöglich noch ein paar Jahre. Deswegen heißt ihr Ferienprogramm vorerst nur Drangsal der eigenen Physis und Psyche. Während die Mutter in Kenia ihre Einsamkeit mit kolonialen Gefühlen betäubt, muss Melanie den Sommer in einem Diätcamp verbringen.

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Back to the Roots

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Mladen Djordjevics „Leben und Tod einer Pornobande“

Wenn die Grenzüberschreitung zum ökonomischen Maßstab wird, schlägt auch ihre Ästhetisierung ins Gegenteil um. Das ist eine der Lehren, die die Protagonisten dieses serbischen Films grausam am eigenen Leib erfahren müssen – und die sie schließlich notgedrungen selbst reproduzieren.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2011

Sex-Ikonen des 20. Jahrhunderts

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nine Antico erzählt in „Coney Island Baby“ von Betti Page und Linda Lovelace

Im Jahr 1972, als „Deep Throat“ seinen unvergleichlichen Siegeszug an den US-amerikanischen Kinokassen antreten sollte, gab es weder das selbstreflexive Erzählen des Post-Porn noch ein kulturwissenschaftliches oder medientheoretisches Interesse an der Pornografie. Das Phänomen trat quasi blank auf und führte, setzt man das minimale Budget von 25.000 US-Dollar und das spätere millionenfache Einspielergebnis zueinander ins Verhältnis, zu einer der nach wie vor weltweit erfolgreichsten Produktionen der Filmgeschichte.

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Das Leben stinkt

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Gaspar Noés „Irreversibel“

Gaspar Noés zweiter Spielfilm hat seinerzeit die Kritik enorm gespalten, was bereits seinen Anfang bei der Uraufführung in Cannes 2002 nahm, als zahlreiche entrüstete Besucher vorzeitig den Kinosaal verließen. Eine flächendeckende Berichterstattung beim hiesigen Kinostart war aufgrund dieses Furors vorprogrammiert, und seither geht es ums Ganze: Meisterwerk oder Niedertracht?

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Körperkult und Westernstimmung

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

„Plein Sud“ von Sébastien Lifshitz

Die Gegenwart bedeutet Stillstand, den Sam (Yannick Renier) durchbrechen will. Drum begibt er sich auf eine Mission: seine Mutter (Nicole Garcia) töten. Der Film ist ein Roadmovie. Von Frankreich bis in eine spanische Kleinstadt muss die Reise gehen. Dort hat sich die Mutter nach einem Nervenzusammenbruch niedergelassen, weil sich ihr Mann vor 20 Jahren mitten während eines Streits im Auto erschoss. Deswegen kamen Sam und sein Bruder in Pflegefamilien. Das Trauma hat ihn verhärtet, innerlich wie äußerlich. Aber das gilt für sämtliche Figuren der Erzählung.

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Die unerträgliche Leichtigkeit des Leids

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Marcus Stiglegger theoretisiert den Terrorfilm

Es ist schon eine Crux mit dem Horrorfilm: Als somatisches Kino der Extreme stimuliert er seit jeher konservative Stimmen, die in seiner dunklen Ästhetik den Verfall aller Sittlichkeit und jedweden Anstands vorangekündigt sehen. Entsprechend laut ist bei ihnen das Gebrülle nach rigiden Maßnahmen der Zensur. Ebenso stimuliert der Horrorfilm Dekade für Dekade Heerscharen von Kinogängern, denen er dank seines sehr genrespezifischen Hangs zur Revitalisierung und Transformation offensichtlich immer noch Schock und Schauder abzuringen weiß.

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Wo bin ich?

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