Traumadeutung

8. Juli 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Über Nina Bunjevacs Graphic Novel Vaterland

Eigentlich ein recht alltägliches Szenario: Ein verheiratetes Paar trennt sich, die Frau sucht sich schleunigst eine neue Bleibe und nimmt die Kinder mit. Der Mann zeigt sich reumütig, sucht sie regelmäßig auf, kauft, wahrscheinlich zum ersten Mal, Blumen, wähnt sich geläutert. Ein neuer Versuch wird gewagt und schon nach wenigen Tagen ist die einstige familiäre Tristesse wieder zurück, schlimmer als zuvor. Das wäre weder außergewöhnlich noch sonderlich erwähnenswert, ahnte man als Leser/in nicht bereits, dass das Verhältnis von weitaus Schlimmerem als nur gegenseitiger Entfremdung beherrscht ist.

mehr: getidan.de

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Konkret 5/2015

23. April 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Traumadeutung

Über Nina Bunjevacs Graphic Novel Vaterland.

mehr: Konkret

Konkret 3/2015

27. Februar 2015 § Hinterlasse einen Kommentar

Buch & Markt

Kurzkritik zu „Irmina“ von Barbara Yelin.

mehr: Konkret

Kioskberatung

1. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Emmanuel Guiberts Graphic Novel „Alans Krieg“

Auf eine bedrückende Weise ist der Tod kaum präsent. Wenn er auftaucht, dann als Bürde des Alters oder durch Zufall, etwa wenn ein paralysierter Soldat unbeabsichtigt von einer Panzerkette erfasst und zermalmt wird.

mehr in: KONKRET

Flaschenpost aus Hollywood

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Bertolt Brechts und Fritz Langs „Auch Henker sterben“

„Not the End“ verheißt die Texttafel am Schluss des Films und wenn man so will, muss man diesen kurzen Verweis auf eine Realität außerhalb der Kinoleinwand bereits als brechtschen Anteil in diesem Fritz-Lang-Film identifizieren, als Verfremdungseffekt mit didaktischem Furor.

mehr: filmgazette

Die Tat und ihr Nachhall

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Agusti Villarongas „Im Glaskäfig“

Am Anfang sehen wir die Detailaufnahme eines Auges. Das Zwinkern der Augenlider ist unterlegt mit den Blitzgeräuschen einer Kamera. Im Gegenschuss sehen wir das Auge der Kamera selbst, das die Bilder eines geschundenen, fast leblosen Körpers erfasst. Ein Täter dokumentiert sein Werk und frönt gleichermaßen seiner Passion: Er fragmentiert und entindividualisiert sein mit den Händen an der Decke gefesseltes Opfer, bevor er es schließlich erschlägt. Schuss, Gegenschuss. Körper, Extremitäten. Schnitt zur subjektiven Kamera: Beobachten und Beobachtetwerden.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: KONKRET 07/2009

Geschichtsbilder

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Fritz Langs „M“ als Comicadaption von Jon J. Muth

Fritz Langs Meisterwerk M verweist auf eine Gesellschaft, die sich im Spannungsfeld ihrer Auflösung und regressiven Neuformierung befindet. Nicht nur ist es die Schnittstelle für Langs Abkehr von der bildgewaltigen Stilisierung der Kolportage und des Phantastischen, skizziert es den Niedergang der Weimarer Filmindustrie, bildet es den Idealtypus des Kriminalfilms, der sein Subjekt verloren hat – es ist auch ein beindruckendes Zeitdokument einer Nation, die sich bald für die vollendete Barbarei entscheiden wird.

mehr: kino-zeit.de
Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2009

Wo bin ich?

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