Kein Reiseführer

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Sarah Gliddens „Israel verstehen“

Es mag ein wenig kurios anmuten, dass ausgerechnet der hiesige Superhelden-Verlag Panini das derzeit recht breite Angebot an autobiographischen Comics vor politischem Hintergrund mit einem exzellenten Debüt bereichert. Vom Lizenzgeber Vertigo, einem Imprint des DC-Verlags, ist man schließlich eher unkonventionellere Genrereihen wie The Sandman, 100 Bullets oder Y: The Last Man gewohnt – keineswegs jedenfalls erwartet man die feinfühlige Beschreibung einer jungen Jüdin, die mit ihrer kritischen Haltung gegenüber Israel hadert.

mehr: satt.org
Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2011

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Zombies, Ninjas, höhere Töchter

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Comicadaption „Stolz und Vorurteil und Zombies“

Zombies eignen sich vortrefflich als Chiffre sozialer und soziologischer Katastrophen. Und wenn man sich die gegenwärtigen Bildermaschinerien ansieht – von „The Walking Dead“ über George A. Romeros kontinuierliche Instandhaltung seiner eigenen Mythologien bis zu einer riesigen Phalanx an Direct-to-DVD-Produktionen, die seit Jahren die Lebenszeit attackieren -, dann ist diese Feststellung längst nicht mehr originell, sondern zentraler Inhalt der Werke.

mehr: Der Tagesspiegel

Die doppelte Alice

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Comicadaptionen von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“

Das französische Gespann David Chauvel und Xavier Collette orientiert sich an der recht sklavischen Werktreue. Der Handlungsverlauf und die Dialoge entsprechen, von geringfügigen Straffungen und gelegentlichen Modifikationen abgesehen, weitestgehend dem Original, und somit gilt das Prinzip der narratologischen Endlosschleife: Alice gelangt durch den Kaninchenbau ins Wunderland, gerät an ein Ensemble skurriler Figuren und wird Leidtragende riskanter und im besten Sinne unlogischer Szenarien, die allseits bekannt sein dürften.

mehr: Titel-Magazin

Trauer und Mystery

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Joe Hills Comicdebüt „Willkommen in Lovecraft“

Willkommen in Lovecraft lautet der Untertitel von Joe Hills Comicdebüt, und auch wenn der erste Band der Serie noch keine allumfassenden Urteile zulässt, bleibt zunächst festzuhalten: Das ist kein Programm, sondern eine freundliche Referenz.

mehr: Titel-Magazin

Esoterisches Flaschendrehen

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Neil Gaimans und Dave McKeans Ökoparabel „Black Orchid“

Die Figur Black Orchid war und ist eine Fußnote in der Geschichte des DC-Universums. Auch Neil Gaiman und Dave McKean zählten 1988, als die gleichnamige, dreiteilige Miniserie um die Mensch/Pflanze-Hybridin startete, allenfalls zum talentierten Nachwuchs. Ihre Reputation sollten sie jedenfalls erst später mit der Neuinterpretation von „The Sandman“ bzw. „Arkham Asylum“ und „Cages“ erlangen. Folglich überließ man ihnen einen B-Charakter, der sich seit 1973 kontur- und bedeutungslos an den Nebenschauplätzen der großen Namen ums Überleben mühte.

mehr: Der Tagesspiegel

Die Leiden des Fluppenkaspers

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Brachial: Die jetzt wiederveröffentlichte Kurzgeschichte „Bad Boy“ von Frank Miller

Ein knabenhafter Ich-Erzähler wird nachts von seltsam lädierten Robotern über eine Wiese gejagt. Warum, weiß er selbst nicht, aber sein lakonischer Ton verrät, dass dies nicht zum ersten Mal geschieht. Trotz seiner kindlichen Statur bleibt er der klassische Miller-Noir-Held: Rauchen will er, und später wird sein Leben davon abhängen, dass er eine Erektion unterdrückt.

mehr: Der Tagesspiegel

Wo bin ich?

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