Chaos regiert

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Zombies im TV: „The Walking Dead“

„Für mich waren die Zombies immer Sinnbilder der Revolution: Eine Generation frisst die andere auf“, sagte Horrormaestro George A. Romero einmal – und lieferte mit seinen Filmen die Probe aufs Exempel: Die kannibalistischen und noch recht uniformen Gestalten aus seinem frühen Schwarzweißfilm „Night of the Living Dead“ (1968) entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte zu Identitäten, die das Menschsein imitierten. Erfreulich deutlich wurde das in Romeros „Land of the Dead“ aus dem Jahr 2005.

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: Pony #69

Eckzahn statt Dollar

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Jim Mickles „Vampire Nation“

Erneut sind postapokalyptische Zeiten eingetreten und die Menschen vegetieren in unterschiedlichen Enklaven: manche gründen christofaschistische Sekten, andere ziehen sich in verkümmerte Suburbs zurück, wo, geschützt durch eine bürgerwehrähnliche Phalanx, eine Miniaturökonomie rund um Kneipen, Supermärkte und Prostitution am Laufen gehalten wird – sogar Volksfeste sollen Normalität suggerieren.

mehr: filmgazette

Krisen der Hauptstadt

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein deutscher Zombiefilm

Geistreich, ansehnlich, unheimlich oder gar subversiv sind deutsche Zombiefilme ganz sicher nicht. Das Zepter liegt in den Händen von Andreas Schnaas, Andreas Bethmann oder Olaf Ittenbach, die dem Exzess das Primat einräumen und mit fetischistischer Inbrunst völlig ideenbefreit den italienischen Vorbildern der 80er Jahre zu huldigen versuchen, Laienschauspieler und mit Edding auf Notizzetteln vermerkte Dramaturgiesimulationen, weil schließlich irgendwas zwischen den seriell montierten Splatterausbrüchen passieren muss, inklusive.

mehr: filmgazette

Die Moral des Ausnahmezustands

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

John Hillcoats „The Road“

Im Kino kommen die Bilder der Postapokalypse (und es gab sie in den letzten Jahren in mannigfaltigen Formen zu sehen) fast nie ohne einen Restfunken humanistischer oder reaktionärer Hoffnung aus: auf Zivilisationen, die sich irgendwo neu formieren, auf lebenswerte Orte, die sich hinter dem Schutt verbergen, auf die Heilkraft der Wissenschaften, die vom gegenwärtigen Elend Erlösung versprechen oder auf neu justierte Kultur, die wenigstens mit Anstand durch die Trümmer leitet (und in jüngeren Produktionen, nicht nur bei Roland Emmerich, so unverfroren religiös daherkommt, dass man meint, sie benötigten den ganzen Zerstörungsapparat nur deshalb, um dem Christentum einen zweiten, hoffentlich erfolgreicheren Run zu wünschen).

mehr: filmgazette
Erstveröffentlichung: KONKRET

Sterben als Chance

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Zombie-Serie „The Walking Dead“

Zunächst die Fakten: Autor Robert Kirkman konzipierte „The Walking Dead“ als Endlosserie, ein Abschluss ist auch in den USA noch nicht in Sicht. Cross Cult bringt die Heft-Reihe löblicherweise in fein gestalteten Hardcover-Sammelbänden heraus, je sechs Hefte umfassend gibt es bisher derer acht.

mehr: Der Tagesspiegel

Zwischen den Welten

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Loisels Fantasyerzählung „Der große Tote“

Es fällt schwer, der Fantasy nach Régis Loisel noch unschuldig zu begegnen. Wenn Glöckchen in seiner Version von „Peter Pan“ ihre Nebenbuhlerin Wendy ganz zweckrational dem Krokodil zum Fraß vorwirft, weil sie zu kalkulieren weiß, dass im Nimmerland die Erinnerung allenfalls ein paar Tage anhält, ihre Tat also bald vergessen sein wird, dann ist dies auch die Transformation des mythologischen Kerns eines Genregerüsts: Nämlich, dass das Gute und Schöne bereits in sich nur ambivalent statt dichotom zu denken ist.

mehr: Der Tagesspiegel

The Big Bang

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Christian de Chalonges „Malevil“

Die atomare Vernichtung braucht keine Bilder der Zerstörung, auch keine insgeheime Koketterie mit der unbändigen Kraft der totalen Vernichtung: Wenn sich im beschaulichen Naturidyll des französischen Dorfes Malevil urplötzlich die Detonation ereignet, befinden sich die sieben Protagonisten im Weinkeller des Bürgermeisters.

mehr: Schnitt

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort Postapokalypse auf Sven Jachmann.