Geschichtsbilder

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Fritz Langs „M“ als Comicadaption von Jon J. Muth

Fritz Langs Meisterwerk M verweist auf eine Gesellschaft, die sich im Spannungsfeld ihrer Auflösung und regressiven Neuformierung befindet. Nicht nur ist es die Schnittstelle für Langs Abkehr von der bildgewaltigen Stilisierung der Kolportage und des Phantastischen, skizziert es den Niedergang der Weimarer Filmindustrie, bildet es den Idealtypus des Kriminalfilms, der sein Subjekt verloren hat – es ist auch ein beindruckendes Zeitdokument einer Nation, die sich bald für die vollendete Barbarei entscheiden wird.

mehr: kino-zeit.de
Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2009

Postmoderne Traumdeuter

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die neue Buchreihe „yellow. Schriften zur Comicforschung“

In Deutschland von einer interdisziplinären oder gar institutionalisierten Comicforschung zu sprechen, wäre schlicht übertrieben. Sie ist höchstens eine Angelegenheit versprengter Intellektueller, die sich vornehmlich im kultur- und literaturwissenschaftlichen Umfeld bewegen.

mehr: Der Tagesspiegel

Rein ist die Rache

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Richard Corben und Rob Zombie aktualisieren einen Mythos

Keine Frage, alle drei Beteiligten an dieser Miniserie haben sich im phantastischen Bereich unleugbar ihre Meriten erworben. Insbesondere Richard Corben, der für „Bigfoot“ lediglich als Zeichner fungiert, hat mit seinen eigenwilligen Körperbildern in „Den“ das reaktionäre Verständnis des Fantasyhelden-Habitus sarkastisch ad absurdum geführt und auf diesem Wege stets unter der Hand Kritik der Geschlechterrollen und des Konservatismus dieses Genres formuliert.

mehr: Der Tagesspiegel

Zeitsprünge und Figurenautonomie

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Marc-Antoine Mathieus „Der Wirbel“

Wenn man die Anatomie des Comics studieren möchte, dann sind Marc-Antoine Mathieus Geschichten des Helden Julius Corentin Acquefacques, dem Gefangenen der Träume, einfach unumgänglich. In fünf (in Frankreich bereits sechs) jeweils in sich abgeschlossenen Bänden transzendiert dieser gezeichnete Verwandte von Kafkas Herrn K unwillentlich immer wieder aufs Neue die Grenzen jener Gattung, der er selbst angehört.

mehr: satt.org

Welt im Spiegel

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Was trieben die Heldinnen aus »Alice im Wunderland«, »Peter Pan« und »Zauberer von Oz« 1913 in Österreich?

Zieht man die unisono sich im Tonfall der Begeisterung überbietenden Stimmen zu Alan Moores neustem Werk zu Rate, könnte der Eindruck entstehen, es bestünde ein informeller Zwang, sich moralisch zur Pornografie zu positionieren.

mehr: Textem
Erstveröffentlichung: junge Welt

Sein und Schein der Identitäten

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Poison

Dass der Begriff queer nicht einzig auf den geschlechtsspezifischen, sondern auf die Irritation jedweden Identitätsbegriffs per se referiert, kann nun in Todd Haynes Debütwerk, welches gern als Initialklassiker des New Queer Cinema apostrophiert wird, in aller Ruhe nachvollzogen werden. Wie in seinem aktuellen Bob Dylan-Biopic „I`m not there“, in dem nicht weniger als sechs verschiedene Schauspieler der Figur Dylan ein Gesicht verleihen, ist auch bereits in „Poison“ diese zentralmotivische Ausrichtung in Haynes Schaffen spürbar.

mehr: Filmzentrale
Erstveröffentlichung: F.LM – Texte zum Film

Wo bin ich?

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