Wohin fliehen?

1. April 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Lukas Jüligers Debüt „Vakuum“

Im pessimistischen Strang der Coming of Age-Erzählungen ist Glück ein Versprechen, das sich erst weit hinter den Grenzen der Vorstädte einlösen lässt. Die mentale Stagnation, die die Einwohner Suburbias in ihren aufgeräumten Häusern zum stillen Leiden verdonnert, korrespondiert meist umso beharrlicher mit gewaltigen Fluchtplänen: in die Großstadt, wo möglicherweise doch noch brauchbarere Lebensmodelle pulsieren. In der Regel ist jedoch allein diese Sehnsucht bereits die größte Bewegung, zu der die Figuren imstande sind.

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Erstveröffentlichung: junge Welt

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Ausblick

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Comicempfehlungen für das erste Halbjahr 2012

… wurden auf satt.org gesammelt.

Ehrgeizig gescheitert

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Craig Thompsons „Habibi“

Opulenz lautet das Stichwort, mit dem künftig die Arbeit von Craig Thompson verbunden sein wird. 2003 begann sein Durchbruch. Da erschien seine fast 600 Seiten schwere Comicerzählung »Blankets« (auf Deutsch lieferbar bei Carlsen), eine autobiographische, recht religionsskeptische Liebes- und Coming-of-Age-Geschichte, in der Thompson seine erste großen Liebe schildert – dank seiner christlich-fundamentalistischen Familie eine schwere Bürde.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 11/2011

Rückblick

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Lieblingscomics 2011

Von Klaus Schikowski, Thomas Vorwerk, Gerd Ruprecht, Nana Wallraff, Felix Giesa und mir, gelistet in wahlloser Reihenfolge auf satt.org.

Vergangenheitsbewältigung

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Jeff Lemires „Essex County: Geistergeschichten“

»Wissen sie, ich sage immer, es gibt nur zwei Arten, um in dieser Welt völlig alleine zu sein … verloren in der Menge … oder in totaler Isolation.« Wenn uns Lou Lebeuf am Ende seiner Lebensgeschichte diese Maxime offenbart, hat er bereits vergessen, dass er sie nicht zum ersten Mal erzählt. Lou ist das ältere und lebensüberdrüssige Pendant zu Lester, dem kleinen Jungen aus Jeff Lemires erstem Band der Essex County-Trilogie »Geschichten vom Land«, der sich mittels andauernder Superheldenfantasien ein familiäres Trauma – seine Eltern starben bei einem Autounfall – vom Leib hält.

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Kein Reiseführer

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Sarah Gliddens „Israel verstehen“

Es mag ein wenig kurios anmuten, dass ausgerechnet der hiesige Superhelden-Verlag Panini das derzeit recht breite Angebot an autobiographischen Comics vor politischem Hintergrund mit einem exzellenten Debüt bereichert. Vom Lizenzgeber Vertigo, einem Imprint des DC-Verlags, ist man schließlich eher unkonventionellere Genrereihen wie The Sandman, 100 Bullets oder Y: The Last Man gewohnt – keineswegs jedenfalls erwartet man die feinfühlige Beschreibung einer jungen Jüdin, die mit ihrer kritischen Haltung gegenüber Israel hadert.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2011

„Meine Muse heißt Desaster“

3. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Art Spiegelmans „Im Schatten keiner Türme“

Die Vorbemerkung liest sich ein wenig so, als hätte Art Spiegelman vor dem 11. September die Rolle des hofierten Querulanten resigniert akzeptiert. »Ich hatte mich daran gewöhnt, meine bescheidenen Talente in Essays und Titelzeichnungen für den ›New Yorker‹ zu kanalisieren. Ich war wie ein Bauer, der dafür bezahlt wird, keinen Weizen zu säen, ich bekam mehr dafür, dass ich meine Fähigkeiten, beides zu verbinden, verkümmern ließ«, schreibt er im Vorwort der Sammlung seiner Zeitungscomics über den 11.9.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 09/2011

Wo bin ich?

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