Konkret 9/2014

28. August 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

„Brain Sex“

Raus aus der Schmuddelecke: zum Wandel der Pornographie.
Über den Reader „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornographie und Gesellschaft“ von Bertz + Fischer.

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Welpenschutz unter der Käseglocke

17. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Ulrich Seidls „Paradies“-Finale

In den ersten beiden „Paradies“-Filmen leben die zwei weiblichen Hauptfiguren in der Hölle auf Erden – und schmeißen kräftig Brennholz nach. Dritte weibliche Figur in Seidls Trilogie der Christlichen Tugenden ist nun die dreizehnjährige Melanie (Melanie Lenz), Tochter der Sextouristin aus „Paradies: Lust“ und Nichte der Radikalmissionarin aus „Paradies: Glaube“. Für das Leid, das ihr bevorstehen wird, trifft sie nicht die geringste Schuld – was sie auch zugleich von ihren Trilogie-Vorgängerinnen am stärksten unterscheidet. Bislang ist Melanie nur Opfer des gesellschaftlichen Blicks auf ihren leicht übergewichtigen Körper. Um Opfer und Täterin zu werden und sich, so ausbuchstabiert, in die Phalanx schmerzhaft ambivalenter Seidl-Charaktere einzureihen, fehlen ihr womöglich noch ein paar Jahre. Deswegen heißt ihr Ferienprogramm vorerst nur Drangsal der eigenen Physis und Psyche. Während die Mutter in Kenia ihre Einsamkeit mit kolonialen Gefühlen betäubt, muss Melanie den Sommer in einem Diätcamp verbringen.

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Welt aus Widersprüchen

4. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Chester Browns „Ich bezahle für Sex“

In den frühen 90er Jahren bezeichnete das amerikanische Comicfachmagazin Comics Journal das damals vermehrt auftretende Phänomen der autobiographischen Introspektion im nordamerikanischen Independent-Comic als New Comics. Erzählerisch fokussierte dieses Label den quantitativ wie qualitativ breit gefächerter Nachklapp zu den ebenfalls thematisch äußerst variablen 60er und 70er Jahre Pionieren Robert Crumb, Art Spiegelman oder Harvey Pekar, zu dem heute weitgehend arrivierte Zeichnerinnen und Zeichner wie Julie Doucet, Mary Fleener, Adrian Tomine, Seth, Joe Matt und Chester Brown zählen.

mehr: Pony #72 (ab Seite 4)

Kioskberatung

1. Oktober 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ulli Lusts „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“

Für Fazitfreunde: Meisterwerk!

mehr: KONKRET

Back to the Roots

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Mladen Djordjevics „Leben und Tod einer Pornobande“

Wenn die Grenzüberschreitung zum ökonomischen Maßstab wird, schlägt auch ihre Ästhetisierung ins Gegenteil um. Das ist eine der Lehren, die die Protagonisten dieses serbischen Films grausam am eigenen Leib erfahren müssen – und die sie schließlich notgedrungen selbst reproduzieren.

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Erstveröffentlichung: KONKRET 08/2011

The Resurrection of Porn

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Christian Keßlers „Die läufige Leinwand“

Es besteht wohl wenig Zweifel daran, dass die Entstehung des Videomarkts in den 1980er Jahren dem narrativen Pornofilm zumindest in Fragen der Experimentierfreude das Genick gebrochen hat. Natürlich gibt es sie noch, jene bizarren Werke, die nicht notwendig stimulieren, sondern weitaus lieber normativ geratene Sehgewohnheiten irritieren möchten. Ebenso werden speziell in den USA große Anstrengungen unternommen, mit hochbudgetierten Produktionen, oftmals in Gestalt unsäglicher Remakes von massenerprobten Franchise-Titeln wie „Pirates of the Caribbean“, „Spiderman“ oder „Lord of the Rings“, wenigstens ein paar Scheinwerfer des Rampenlichts auf das eigene Werden und Wirken gerichtet zu sehen.

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Sex-Ikonen des 20. Jahrhunderts

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nine Antico erzählt in „Coney Island Baby“ von Betti Page und Linda Lovelace

Im Jahr 1972, als „Deep Throat“ seinen unvergleichlichen Siegeszug an den US-amerikanischen Kinokassen antreten sollte, gab es weder das selbstreflexive Erzählen des Post-Porn noch ein kulturwissenschaftliches oder medientheoretisches Interesse an der Pornografie. Das Phänomen trat quasi blank auf und führte, setzt man das minimale Budget von 25.000 US-Dollar und das spätere millionenfache Einspielergebnis zueinander ins Verhältnis, zu einer der nach wie vor weltweit erfolgreichsten Produktionen der Filmgeschichte.

mehr: taz

Wo bin ich?

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