Eulen nach Athen

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Moebius: Die hermetische Garage/Arzach

Die Eulen nach Athen zu tragen oder der Versuch, Moebius schreibend zu erfassen – das eine verlacht der Volksmund, das andere wohl der gesunde Menschenverstand. Denn es gibt viel zu Moebius aka Jean Giraud zu sagen und wurde bereits auch reichhaltig getan. Nun feierte er am 8. Mai 2008 seinen 70. Geburtstag und Cross Cult spendiert zwei wohlgeratene Neuausgaben seiner programmatischen Werke, die, das lässt sich ohne Übertreibung behaupten, eine Initialwirkung für den europäischen Comic bedeuteten.

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Welt im Spiegel

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Was trieben die Heldinnen aus »Alice im Wunderland«, »Peter Pan« und »Zauberer von Oz« 1913 in Österreich?

Zieht man die unisono sich im Tonfall der Begeisterung überbietenden Stimmen zu Alan Moores neustem Werk zu Rate, könnte der Eindruck entstehen, es bestünde ein informeller Zwang, sich moralisch zur Pornografie zu positionieren.

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Erstveröffentlichung: junge Welt

Antiikonisches Bild von Auschwitz

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Art Spiegelman: Die vollständige Maus

In „Ist das ein Mensch?“ versucht Primo Levi in Ermangelung inhaltlich besetzter Begriffe mithilfe der „Hölle“ dem Leser eine Ahnung zu vermitteln, was Auschwitz sei. Im „Roman eines Schicksallosen“ kehrt Imre Kertesz dessen metaphysische Bestimmung mit härtester Empirie in eine nicht mehr greifbare Rationalität, indem er seinen aus Auschwitz heimkehrenden Protagonisten die Zeit, zerlegt in all ihre Einheiten, aufzählen lässt, die das Lager veranschlage, was sein Gegenüber, einen investigativen Reporter, der über die Gräuel der KZs aufklären möchte und dafür beständig die Höllen-Metapher verwendet, hilflos wie lakonisch mit „Nein, das kann man nicht verstehen“ quittiert.

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Verlust und Erinnerung

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Jiro Taniguchi

Nach und nach kommt die internationale Reputation des Mangaka Jiro Taniguchi auch dem deutschsprachigen Lesern zugute: Seit dem Sommer letzten Jahres wurden schlagartig gleich mehrere Titel des Autors und Zeichners in Personalunion bei Schreiber & Leser sowie dem Carlsen-Verlag übersetzt und veröffentlicht.

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Phase „Celebrity“

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Lewis Trondheim: Ausser Dienst

Der neben Joann Sfar (zumindest mit Blick auf den qualitativ stets hochwertigen Ausstoß) wohl produktivste Comiczeichner der Gegenwart, darauf lässt es sich wohl ohne viel Federlesens einigen, ist Lewis Trondheim. Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht unter der Schirmherrschaft irgendeines entlegenen Verlagshauses ein weiteres Album die Druckerei verlässt. Die Unübersichtlichkeit wird da schon mal schnell zur Qual.

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Erstveröffentlichung: Testcard #18

Exhibitionismus

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Joe Matt: Peepshow

Spätestens seit den Erfolgen Mawils und Flix` feiert der autobiografische Comic auch im deutschsprachigen Raum fröhliche Urständ, knüpft an eine vornehmlich kanadische Erzähltradition an, die wiederum Robert Crumb einiges zu verdanken hat. Speziell der Reprodukt-Verlag hat sich um zahlreiche Übersetzungen jener Nische verdient gemacht. Da erstaunt es, dass Joe Matt, immerhin so etwas wie ein kanonisiertes Urgestein, erst so spät dazustößt.

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Wo bin ich?

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