Geschichte und Geschichten

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Reinhard Kleist erzählt die Geschichte Fidel Castros

Mit Castro beschreitet der Berliner Künstler Reinhard Kleist in gleich zweifacher Hinsicht bekannte Wege: Nach seinem vielfach preisgekrönten Band Cash. I see a darkness (2006) präsentiert er seine nunmehr zweite Comic-Biographie, dieses Mal gewidmet dem besagten kubanischen Revolutionsführer. Als flankierende Vorstudie könnte man zudem sein 2008 veröffentlichtes Comic-Tagebuch Havanna betrachten, in dem Kleist in Gestalt kleiner Portraits, Reflexionen und Impressionen seine Reise in die kubanische Hauptstadt dokumentiert.

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Die doppelte Alice

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Zwei Comicadaptionen von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“

Das französische Gespann David Chauvel und Xavier Collette orientiert sich an der recht sklavischen Werktreue. Der Handlungsverlauf und die Dialoge entsprechen, von geringfügigen Straffungen und gelegentlichen Modifikationen abgesehen, weitestgehend dem Original, und somit gilt das Prinzip der narratologischen Endlosschleife: Alice gelangt durch den Kaninchenbau ins Wunderland, gerät an ein Ensemble skurriler Figuren und wird Leidtragende riskanter und im besten Sinne unlogischer Szenarien, die allseits bekannt sein dürften.

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Trauer und Mystery

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Joe Hills Comicdebüt „Willkommen in Lovecraft“

Willkommen in Lovecraft lautet der Untertitel von Joe Hills Comicdebüt, und auch wenn der erste Band der Serie noch keine allumfassenden Urteile zulässt, bleibt zunächst festzuhalten: Das ist kein Programm, sondern eine freundliche Referenz.

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Traditionspflege und Experimentierfreude

2. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ein Portrait des Splitter Verlags

Auch der deutsche Comicmarkt folgt zyklischen Gesetzen. Mit der Etablierung eines Fachhandels Mitte bis Ende der 1970er Jahre und dem Albenaufschwung vor allem bei den Branchenriesen Carlsen und Ehapa in den 1980er Jahren entwickelte die Bande Dessinée, der französische und frankobelgische Comic im klassischen Albenformat, ihre dominierende Marktpräsenz.

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Pulp Fiction

1. Februar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Frank Miller/Geoff Darrow – Hard Boiled

Die männlichen Helden in Frank Millers Bildwelten sind ambivalente Wanderer durch ihre eigenen Gesetzesgrenzen, und meist nötigt sie ein äußerer Apparat dazu, diese notgedrungen zu lockern. Der faschistoide Batman aus The Dark Knight Returns ist die altersmüde Antithese zum staatstreuen Superman; die Konflikte in Sin City sind oftmals Folge der Übertretung eines Regelkanons, so krude er uns auch erscheinen mag. Selbst die abgründigsten Figuren erlangen eine faszinierend-morbide Tiefe, wenn ihr Handeln aus Aktion und Reaktion zur moralischen Selbstpositionierung und deren Korrektur verdichtet wird. So diktieren es der Film Noir und seine Pulpvorlagen, deren Tradition sich Miller mit jedem Wort und jedem Farbklecks verschrieben hat.

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Wo bin ich?

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